"Funktionale Integration" - Was bedeutet es, was tut der Feldenkrais-Lehrer?

 

Indem wir unsere Hände und uns selbst im Kontakt mit dem Schüler benutzen, sind wir Teil eines kommunikativen Prozesses. Der Schüler lernt durch Berührung. Lehrer und Schüler kommunizieren miteinander in anspruchsvollerer Art und Weise, als es Worte oder irgendeine Technik vermitteln könnten. Präsenz und Feinheit in den Bewegungen des Lehrers, ermöglichen es beiden, herauszufinden, was der Schüler braucht ohne ihm Konzepte aufzudrängen.

Moshe Feldenkrais nannte diese direkte Verbindung, von Nervensystem zu Nervensystem, "Zusammen-Tanzen"

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"Das motorische System

ist auch ein sensorisches System, das man nicht richtig verstehen kann, wenn man nicht begreift, dass hier eine Person handelt, beabsichtigt und wünscht, jemand, der sich umwendet, um zu schauen, und beschließt, aufzustehen."

Carl Ginsburg, Die Wurzeln der Funktionalen Integration

Die Einzelstunden in Funktionaler Integration bestehen aus einer Serie von Lektionen, bei der eine auf der anderen aufbaut. Sie sind dem individuellen Können des Schülers angepasst.

Die Hände des Lehrers übertragen die Bewegungen und aktivieren die unendliche Vielfalt, der im Körper des Schülers schlummernden  Möglichkeiten. Diese - zunächst - passive Erfahrung führt im Anschluß dazu, dass der Schüler sich leichter und aufgerichteter bewegt und erlebt, und spontan die verbesserten Bewegungen in seine alltäglichen Aktivitäten einbinden wird.